Vorteile des Screenings

Die Screeningmammographie, ist weiterhin die am besten geeignete Methode, um bei Frauen ohne Beschwerden oder erhöhtes Risiko Brustkrebs frühzeitig zu erkennen. Umfassende Studien belegen, dass durch Screeningmammographie die Sterblichkeit an Brustkrebs deutlich gesenkt werden kann; denn die Heilungschancen sind umso größer, je kleiner ein Brustkrebs entdeckt wird.

Befürworter des Screenings gehen davon aus, dass auch und gerade heute durch qualitätsgesicherte moderne Screeningprogramme bei den Frauen, die alle 2 Jahre zwischen 50-69 am Screeningprogramm teilnehmen, die Sterblichkeit an Brustkrebs um ca. 40% gesenkt werden kann. Das heißt, dass von heute 1000 gesunden Frauen im Zeitraum zwischen 50-69 ohne Mammographie 20 an Brustkrebs sterben müssten, mit Screeningmammographie könnte bei 8 dieser 20 Frauen das Leben gerettet werden. Das entspricht in Deutschland pro Jahr bis zu 4000 Frauen.

Screeninggegner errechnen geringere Zahlen, beziehen sich aber oft auf einen anderen Zeitraum, beziehen großenteils nur die sehr alten, randomisierten Studien ein und gewichten diese unterschiedlich.

Außerdem kann gerade der früh entdeckte und kleine Brustkrebs meist wesentlich schonender behandelt werden als spät entdeckter Brustkrebs. Je kleiner ein Brustkrebs, desto häufiger ist Brusterhaltung möglich, umso weniger häufig ist eine große Achselhöhlenoperation nötig. Und es können häufiger Chemotherapien vermieden werden.
Bislang gibt es keinen Bluttest, der Brustkrebs früh entdecken könnte. Im Vergleich zu den anderen Bildgebungs-Untersuchungen ist die Screeningmammographie die am wenigsten belastende Methode, da sie zu deutlich weniger Fehlalarm als alle anderen Verfahren führt.

Grenzen des Screenings

Wenngleich Mammographie weiterhin die am besten geeignete Methode ist, um bei gesunden Frauen zwischen 50-69 Jahren Brustkrebs früh zu entdecken, kann nicht jeder Brustkrebs im Mammographiescreening gefunden werden.

Bezogen auf das folgende 2-Jahresintervall gelingt es leider nur ca. 80% der Tumore im Screening zu entdecken. Die Hauptursachen sind, dass einige rasch wachsende Tumore rascher heranwachsen als sie im 2-Jahreintervall erfasst werden können oder dass die Mammographie je nach Drüsengewebe und Tumortyp nicht jeden Brustkrebs erkennen kann. (Es gibt leider keine Methode, die alle Tumore erkennen kann).

Befundungsfehler werden im Screening durch umfassende Aus- und Fortbildung, Qualitätskontrolle und systematische, unabhängige Doppelbefundung minimiert.

Wichtig ist, dass die Frau neben dem Screening weiterhin die Vorsorgetermine beim Frauenarzt wahrnimmt. Wenn irgendeine Veränderung bemerkt wird, sollte dieser immer nachgegangen werden. Die Frau kann sich hierfür an ihren Frauenarzt und an die zuständige Screeningeinheit wenden.

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